Pflegeprozess

Der Erhalt oder die Wiedererlangung der Unabhängigkeit unseres Kunden liegt unserer Pflegephilosophie zugrunde und ist Ziel unserer aktivierenden und professionellen Pflege, die achtsam und respektvoll ausgeführt wird.

Die Pflegeplanung aktualisieren wir regelmäßig und passen sie den Erfordernissen an.  Unsere Pflegemaßnahmen werden auf der Basis von Pflegestandards erbracht, welche kontinuierlich überarbeitet werden.

Grundlage unserer Pflege, unser Pflegeleitbild, ist das Liliane Juchlii, nach dem wir den Pflegeprozess planen. Der Pflegeprozess ist eine systematische Abfolge von Schritten, die der Ausführung der Pflege zugrunde liegt. Er berücksichtigt die individuelle Situation des Patienten und ermöglicht somit eine zielgerechte pflegerische Arbeitsweise, um den individuellen Bedürfnissen des Patienten gerecht zu werden.

Pflegeprozess in 5 Schritten

Unser Pflegeprozess ist in folgende Schritte unterteilt:

1.Informationssammlung

Die Informationssammlung, auch Pflegeanamnese genannt, erfolgt bei der Aufnahme. Sie ermöglicht eine pflegerische Einschätzung des Patienten in Bezug auf Möglichkeiten und Umfang der Selbstversorgung und dem daraus resultierenden pflegerischen Bedarf. Die Daten können auf unterschiedliche Weise gewonnen werden: entweder direkt durch Beobachtung der Pflegekraft und durch das Gespräch mit dem Patienten oder indirekt durch andere, bisher an der Pflege beteiligte Personen wie Arzt oder PflegerInnen im Krankenhaus. Man unterscheidet objektive Daten, die messbar sind, wie z.B. Gewicht, Blutzuckerwert, Flüssigkeitsbilanz, Vitalkapazität oder subjektive Daten, worunter Informationen zu verstehen sind, die aufgrund von Rückschlüssen aus Aussagen des Patienten gewonnen werden, z.B. wenn der Patient Ängste äußert oder Schmerzen beschreibt.

2. Erkennen von Problemen und Ressourcen des Patienten

Im zweiten Schritt des Pflegeprozesses werden die gewonnenen Informationen analysiert und in Bezug auf den Pflegebedarf des Patienten ausgewertet. Die Datenanalyse sollte vor dem Hintergrund folgender Fragen erstellt werden: Welches Problem liegt vor? Wie äußert es sich? Wie ist es entstanden? Welche Ressourcen sind vorhanden? Ist das Problem aktuell, verdeckt oder potenziell?

3. Festlegung der Pflegeziele und Planung der Maßnahmen

Die aufgrund der Informationssammlung und des Erkennens von Problemen und Ressourcen des Patienten erstellte Pflegediagnose dient als Grundlage für die Erstellung einzelner Pflegeziele, die je nach zeitlichem Bezug und Überprüfung des Pflegefortschritts in Nah- und Fernziele unterteilt werden.

Folgende Anforderungen werden an die Formulierung von Pflegezielen gestellt:

  • Präzise Formulierung: „Herr XY kann sich das Gesicht selbst waschen.“
  • Messbarkeit: Zeitangabe, Mengenangabe, Ortsangabe: wann, wie viel, wo
  • Verständlichkeit: das Pflegeziel muss für alle an der Pflege Beteiligten versteh- und nachvollziehbar sein. Die Ausführung der Maßnahmen muss genau formuliert werden, in Bezug darauf, ob, wann, wo und wie häufig die entsprechende Maßnahme durchgeführt werden muss.
  • Erreichbarkeit:Wer von den an der Pflege beteiligten Personen und Angehörigen ist wann wie zu erreichen?
  • Überprüfbarkeit: Wurde(n) die Maßnahme(n) durchgeführt und von wem?

4. Durchführung der Pflege

Unser auf Individualpflegeplanung ausgerichtetes Pflegemodell ist an den Aktivitäten des täglichen Lebens des Patienten orientiert und liegt unseren Pflegeleistungen zugrunde. Wir achten darauf, dass die geplanten Pflegemaßnahmen wirklich dazu beitragen, das angestrebte Pflegeziel zu erreichen und überprüfen sorgfältig, ob sie stets mit dem aktuellen Pflegeproblem übereinstimmen.

5. Evaluation

Die Auswertung der Pflege ist der letzte Schritt im Pflegeprozess. Sie dient der Beurteilung der geleisteten Pflege und untersucht, ob die angewandten Pflegemaßnahmen zur Zielerreichung geführt haben. Folgende Bewertungen sind möglich:

  • Alle Pflegeziele sind erreicht und die Pflege ist abgeschlossen.
  • Es konnten einige Ziele erreicht werden.
  • Keines der geplanten Ziele konnte erreicht werden.
  • Bestehende Probleme sind bei der Planung nicht ausreichend berücksichtigt worden.
  • Es sind neue Probleme aufgetreten.

Die Phasen 1 bis 5 beziehen sich aufeinander und bauen aufeinander auf. Nach der Evaluation der Pflege ist es nicht immer notwendig, erneut mit dem ersten Schritt des Pflegeprozesses zu beginnen, sondern es muss im Einzelfall entschieden werden, auf welchem Schritt des Pflegeprozesses Bezug genommen werden muss, um eine erneute Pflegeplanung vornehmen zu können.

pflegeprozessDie Zufriedenheit unserer Kunden ist unser Anliegen. Deshalb ist es uns wichtig, dass auch unsere Mitarbeiter zufrieden sind, die durch ihre pflegerische Arbeit mit Ihnen, unserem Kunden, in ständigem Kontakt und dadurch zu einem wesentlichen Teil verantwortlich für Ihre Zufriedenheit sind. Im Hinblick auf eine am individuellen Menschen qualitätsorientierte Pflegekultur setzen wir bei unseren Pflegekräften Freude am Beruf und Engagement bei der Weiterentwicklung ihrer fachlichen Kenntnisse voraus und unterstützen sie darin.

Das Anforderungsprofil an unsere Mitarbeiter beinhaltet Kritikfähigkeit sowie Eigeninitiative und den Wunsch, erfolgreich zu arbeiten. Wir unterstützen unsere MitarbeiterInnen durch ein Einarbeitungskonzept und regelmäßige Pflegevisiten, bei denen der Fortbildungsbedarf ermittelt und die entsprechenden Schulungen angeboten werden.

Auf die Gesunderhaltung unseres Personals legen wir großen Wert, indem wir gesundheitsfördernde Projekte anbieten. Den Kommunikationsfluss zwischen MitarbeiterInnen untereinander und MitarbeiterInnen und Kunden flüssig und transparent zu gestalten, ist uns wichtig, da Kommunikation wesentlicher Bestandteil einer gut funktionierenden und ökonomisch gestalteten Arbeit ist.

Die Geschäftsräume unseres Unternehmens in Bonn Beuel in der Rheindorfer Str. 113 entsprechen allen Anforderungen an eine moderne wirtschaftliche, selbständig arbeitende Dienstleistungseinrichtung, was sowohl Büro- und Besprechungsräume für unser Personal und die Ausstattung mit modernster EDV betrifft, als auch im Hinblick auf die Diskretion und persönliche Sicherheit unserer Kunden, der von uns ambulant betreuten Patienten, deren Akten und Wohnungsschlüssel selbstverständlich in verschließbaren Schränken aufbewahrt werden.